12. Februar 2026
Lesezeit: ca. 6 Minuten
Linda Fritzler

Energieverbrauch von IT-Geräten: Kosten senken & Effizienz steigern

Der Stromverbrauch von IT-Systemen kann je nach Gerät, Auslastung und Betriebsweise erheblich variieren. Durch geeignete Einstellungen, bedarfsgerechte Hardware und eine regelmäßige Überprüfung der Infrastruktur können Unternehmen den Energieverbrauch einzelner Systeme reduzieren und dadurch laufende Stromkosten beeinflussen.

In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, welche Geräte besonders viel Energie verbrauchen und wie Sie mit gezielten Maßnahmen nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Energiekosten senken können.

Warum effiziente Nutzung heute entscheidend ist

Eine bedarfsgerecht geplante IT-Infrastruktur kann dazu beitragen, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, Systeme besser auszulasten und laufende Betriebskosten zu kontrollieren. Dazu gehört, den Energieverbrauch im Blick zu behalten sowie veraltete Systeme zu erneuern oder gezielt weiterzuentwickeln, um diese mit modernen Technologien zu kombinieren. Dadurch können Sicherheit, Geschwindigkeit und Flexibilität im Unternehmen gesteigert werden. Ein gezieltes Energiemanagement in der IT kann wirtschaftliche Vorteile bieten und den Stromverbrauch der Infrastruktur transparenter machen.

  • Senkung des Energieverbrauchs: Ein geringerer Stromverbrauch kann die laufenden Energiekosten reduzieren. Je nach Herkunft des eingesetzten Stroms können damit auch geringere energiebezogene Treibhausgasemissionen verbunden sein
  • Senkung der Betriebs- und Anschaffungskosten: Optimierte IT-Infrastruktur, Cloud-Nutzung und Vereinfachung von Systemen + Verlängerung von Hardware-Lebensdauer (mit unserem IT-Remarketing sorgen wir für generalüberholte Hardware mit Top-Qualität)
  • Steigerung der Produktivität und Flexibilität: Weniger Ressourcenbedarf ermöglicht automatisierte Prozesse und beschleunigte Arbeitsabläufe
  • Schutz vor Bedrohungen: Modernisierte IT-Infrastruktur erhöht die Sicherheit, da veraltete Systeme ersetzt oder weiterentwickelt werden

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die IT leistungsfähig, sicher und gleichzeitig wirtschaftlich zu betreiben. Eine energieeffiziente IT bildet dabei die Grundlage für stabile Prozesse, geringere Kosten und eine zukunftssichere Infrastruktur.

Typische Ursachen für hohen Energieverbrauch in der IT

Hoher Energieverbrauch in Unternehmen entsteht meist durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Besonders auffällig ist er in rechenintensiven Umgebungen, bei ineffizienter Infrastruktur oder im Dauerbetrieb von Geräten.

Weitere Ursachen sind:

  • Standby-Modus: Geräte verbrauchen im Standby unbemerkt Strom
  • IT-Infrastruktur: Viele Systeme laufen, selbst wenn sie nicht aktiv genutzt werden
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung: USV-Anlagen sind dauerhaft eingeschaltet, damit bei Stromausfällen die Systeme weiterlaufen
  • Kühlungssysteme: Viele Geräte wie Server müssen durch Klimatisierung vor Überhitzung geschützt werden
  • Server- und Speichersysteme: Sie bilden den größten Bereich des Stromverbrauchs im Unternehmen, da alle Geräte durchgängig laufen
  • KI-Anwendung und Cloud-Computing: Diese Umgebungen haben einen sehr hohen Energiebedarf aufgrund hoher Rechenleistung
  • Veraltete IT-Geräte: Der Stromverbrauch älterer und neuerer Geräte kann sich deutlich unterscheiden. Entscheidend sind das konkrete Modell, die Leistungsaufnahme, die Auslastung und vorhandene Energiesparfunktionen.
  • Streaming und Unterhaltungsgeräte: Vor allem High-End-Technik benötigt viel Strom

Typische IT-Geräte mit hohem Stromverbrauch

Viele Geräte verbrauchen oft unbemerkt Strom, auch wenn man es nicht vermutet. Das nennt man schleichender Verbrauch oder Standby-Verbrauch: Grundsätzlich kann man sagen, dass Geräte auch im Standby-Modus Energie verbrauchen, wenn auch nur in kleinen Mengen. Oft führt dies zu zusätzlichen Energiekosten und einen vermeidbaren Stromverbrauch.

Welche IT-Geräte verbrauchen viel Energie (inklusive Standby)?

Bürogeräte:

  • Monitore, vor allem sehr große Bildschirme oder wenn mehrere gleichzeitig genutzt werden
  • Workstations und High-End-PCs mit leistungsstarken Grafikkarten
  • Peripheriegeräte wie Laser-Drucker

Unterhaltung und Gaming:

  • Fernseher in größeren Modellen und zusätzlicher Hintergrundbeleuchtung
  • Gaming-Konsolen wie PS5 oder Xbox

Server und Datenspeicherung:

  • Server, Hochleistungsrechner und Datenspeichersysteme besonders mit der nötigen Kühlung

Energieeffizienzklasse der IT-Geräte

Der Energieverbrauch eines Geräts hängt nicht nur von seiner Art ab, sondern auch von der Energieeffizienzklasse und der Größe. Größere Geräte wie Fernseher, Monitore oder Geräte niedriger Effizienzklasse verbrauchen deutlich mehr Strom als kleinere Geräte oder Geräte mit höherer Klasse. Auch rechenintensive Anwendungen wie komplexe Spiele oder aufwendige Schnittprogramme erhöhen den Stromverbrauch.

Das Energieeffizienzlabel hilft dabei, den Energiebedarf eines Geräts einzuschätzen: Je besser das Label, desto weniger Strom wird verbraucht (Angabe des Stromverbrauchs meist für ein Jahr).

Die Klassen reichen von:

A – Höchste Energieeffizienzklasse innerhalb der jeweiligen Produktkennzeichnung; vergleichsweise niedriger Energieverbrauch

B – Hohe Energieeffizienz innerhalb der jeweiligen Produktklasse; vergleichsweise niedriger Energieverbrauch

C – Mittlere bis gute Energieeffizienz innerhalb der jeweiligen Produktklasse

D – Mittlere Energieeffizienz innerhalb der jeweiligen Produktklasse

E – Niedrigere Energieeffizienz innerhalb der jeweiligen Produktklasse; tendenziell höherer Energieverbrauch

F – Geringe Energieeffizienz innerhalb der jeweiligen Produktklasse; vergleichsweise hoher Energieverbrauch

G – Niedrigste Energieeffizienzklasse innerhalb der jeweiligen Produktkennzeichnung; vergleichsweise hoher Energieverbrauch

Auch wenn IT-Geräte mit einer höheren Effizienzklasse meist teurer sind, lohnt sich die Investition langfristig, da sie deutlich zukünftig niedrigere Stromkosten verursachen.

Produkte mit Funktionen für Energie- und Verbrauchsmanagement

Bei verschiedenen Herstellern wie Cisco, Netgear, APC, Cyberpower und Eaton finden sich Modelle mit Funktionen zur Verbrauchssteuerung, Energiesparmodi oder hohen dokumentierten Wirkungsgraden.

Switches

Cisco Catalyst Switches mit modellabhängigen Funktionen für PoE- und Energiemanagement

NETGEAR Easy Smart Managed Switches mit modellabhängigen Energiesparfunktionen

USV-Anlagen

APC Smart-UPS On-Line mit sehr hohem Wirkungsgrad

Cyperpower USV-Anlagen mit GreenPower UPS™ Technologie

Eaton Rechenzentrums-& Gebäude-USVs mit Eaton Energy Saver System (ESS) Technologie

Energieverbrauch reduzieren: Praktische Maßnahmen

IT-Infrastruktur optimieren

  • Auf die Energieeffizienzklasse der Geräte achten
  • Bei Ersatzbeschaffungen den tatsächlichen Stromverbrauch und die Leistungsaufnahme geeigneter Modelle vergleichen
  • Virtuelle Maschinen einsetzen, statt physische Server zu betreiben
  • Multifunktionsgeräte verwenden statt viele einzelne Geräte
  • Geräte zentralisieren, damit sie von mehreren Mitarbeitern genutzt werden können

Betrieb und Nutzung effizienter gestalten

  • Geräte bei Abwesenheit oder über Nacht ausschalten, statt Standby-Modus laufen zu lassen
  • Automatische Standby-Einstellungen und Energiesparfunktionen aktivieren
  • Nicht benötigte Apps und Hintergrundprozesse schließen
  • Cloud-Dienste gezielt einsetzen, wenn dadurch lokale Infrastruktur reduziert oder vorhandene Rechenressourcen besser ausgelastet werden können

Kühlung und Energiequellen optimieren

  • Moderne Kühlsysteme und Außenluft nutzen (wenn möglich)
  • Abwärme von IT-Systemen sinnvoll weiterverwenden
  • Bei der Strombeschaffung kann die Herkunft des eingesetzten Stroms berücksichtigt werden, da sich daraus unterschiedliche energiebezogene Treibhausgasemissionen ergeben können

Organisation und Kontrolle

  • Mitarbeiter-Schulungen und Sensibilisierung über Stromverbrauch
  • Energieverbrauch regelmäßig überwachen, z. B. mit Stromzählern oder Monitoring-Tools

Energie sparen mit der richtigen Hardware von IT-Planet

Ein bewusster Umgang mit dem Stromverbrauch der IT kann dazu beitragen, laufende Energiekosten zu reduzieren. Entscheidend sind dabei unter anderem die eingesetzte Hardware, deren Auslastung, Energiesparfunktionen und die tatsächlichen Verbrauchswerte. Bereits einfache Maßnahmen wie das Abschalten nicht benötigter Geräte oder eine bedarfsgerechte Konfiguration können den Stromverbrauch beeinflussen.

Setzen Sie jetzt auf starke IT-Lösungen von Top-Marken wie APC, Cisco, CyberPower, Eaton und Netgear. In unserem Shop finden Sie passende Produkte, die Sie ganz einfach über unser Anfrageformular anfragen können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Viele IT-Geräte verbrauchen, abhängig von Art, Größe und Energieeffizienzklasse, unterschiedlich viel Strom. Ein hoher Energieverbrauch entsteht meist durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Server- und Speichersysteme, USV-Anlagen und Netzwerkgeräte im Dauerbetrieb
  • Geräte im Standby-Modus (wie Monitore, Drucker oder Fernseher)
  • Klimaanlagen, Rechenzentrumskühlung und Lüftungssysteme
  • KI-Anwendungen mit hoher GPU-Auslastung
  • Cloud-Computing-Umgebungen
  • Rendering- oder CAD-Workstations
  • Veraltete Geräte oder Netzteile (ohne moderne Energiesparfunktionen)
  • Fernseher in größeren Modellen mit zusätzlicher Hintergrundbeleuchtung
  • Gaming-Konsolen wie PS5 oder Xbox
  • Große oder mehrere Monitore pro Arbeitsplatz
  • High-End-PCs und Workstations
  • Peripheriegeräte wie Laser-Drucker oder Dockingstations

Ja, IT-Geräte im Standby-Modus verbrauchen unbemerkt Strom, das nennt man auch schleichender Verbrauch. Oft führt dies zu zusätzlichen Energiekosten und einen vermeidbaren Stromverbrauch. Im Durchschnitt entfallen etwa 10% des Stromverbrauchs auf Geräte im Standby-Modus.

Besonders bei älteren Geräten ist der schleichende Energieverbrauch höher, da sie nicht über die moderne Technik verfügen. Beispielsweise verbraucht ein Computer bzw. Laptop etwa 2 bis 10 Watt im Standby-Modus, abhängig von der Größe und Art des Geräts.

Der Energieverbrauch von IT-Geräten in Unternehmen lässt sich durch viele einfache Maßnahmen senken:

  • Auf die Energieeffizienzklasse der Geräte achten
  • Veraltete IT-Hardware durch moderne, energieeffiziente Modelle austauschen
  • Virtuelle Maschinen einsetzen, statt physische Server zu betreiben
  • Multifunktionsgeräte verwenden statt viele einzelne Geräte
  • Geräte bei Abwesenheit oder über Nacht ausschalten (statt im Standby-Modus)
  • Energiesparfunktionen aktivieren
  • Nicht benötigte Apps und Hintergrundprozesse schließen
  • Cloud-Dienste gezielt einsetzen, wenn dadurch lokale Infrastruktur reduziert oder vorhandene Rechenressourcen besser ausgelastet werden können
  • Moderne Kühlsysteme und Außenluft nutzen
  • Bei der Strombeschaffung kann die Herkunft des eingesetzten Stroms berücksichtigt werden, da sich daraus unterschiedliche energiebezogene Treibhausgasemissionen ergeben können
  • Mitarbeiter-Schulungen und Sensibilisierung über Stromverbrauch
  • Energieverbrauch regelmäßig überwachen

Server, Hochleistungsrechner und Datenspeicherungssysteme haben einen besonders hohen Energiebedarf, da sie im Dauerbetrieb laufen, um eine permanente Verfügbarkeit und Absicherung der Systeme zu gewährleisten. Zusätzlich benötigen sie leistungsstarke Kühlsysteme, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Außerdem führt der Einsatz leistungsfähiger Prozessoren, die besonders bei KI-Anwendungen oder im Cloud-Computing eine hohe Rechenleistung verursachen, zu zusätzlichem Stromverbrauch.

Die Energieeffizienzklasse von IT-Geräten hilft dabei, den Energiebedarf eines Geräts besser einzuschätzen. Je besser das Label, desto weniger Strom wird verbraucht, dabei gilt die Angabe des Stromverbrauchs meist für ein Jahr. Geräte mit einer höheren Energieeffizienzklasse sind häufig teurer in der Anschaffung.

Dennoch lohnt sich die Investition langfristig, da sie zu dauerhaft niedrigeren Stromkosten führt. Die Klassen reichen von A (sehr geringer Stromverbrauch mit höchster Energieeffizienz) bis G (sehr hoher Stromverbrauch mit sehr geringer Energieeffizienz).

Service Hotline
+49 (0)391 8358-419549
Mo-Do, 09:00 - 16:30 Uhr und Fr, 09:00 - 15:00 Uhr
(zum deutschen Festnetztarif, Mobilfunkpreise richten sich nach dem jeweiligen Mobilfunkanbieter)
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