Green IT: nachhaltige Informationstechnik und ihre Bedeutung

Geschrieben von: 
Linda Fritzler
Lesezeit: ca. 14 Minuten
Zuletzt aktualisiert am: 
27. Mai 2026
Kategorie Fachwissen

In einer zunehmend digitalisierten Welt gewinnt Green IT an Bedeutung. Durch den Einsatz von nachhaltiger Informationstechnik können Unternehmen nicht nur ihre Umweltbilanz verbessern, sondern auch langfristig Kosten sparen. Energieeffizienten Server, Laptops und Monitore können den Stromverbrauch deutlich senken und gleichzeitig die Lebensdauer der Geräte verlängern. Damit die IT nicht zu einer weiteren Klimabedrohung wird und zum Klimaschutz beiträgt, wird das Konzept der Green IT vorangetrieben.

Die Nutzung hat zum Ziel, nachhaltig und umweltfreundlich zu agieren. Gleichzeitig profitieren Sie bei Umsetzung von einer signifikanten Kosteneinsparung.

Was genau Sie sich unter dem Begriff Green IT vorstellen können und wie Sie sich diese zunutze machen können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis

Green IT, auch als nachhaltige Informationstechnik bekannt, umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, den Energieverbrauch von IT-Systemen zu reduzieren und ihre Umweltbelastung zu verringern. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl umweltfreundlicher Geräte, sondern auch um den effizienten Betrieb und die verantwortungsvolle Entsorgung von IT-Produkten.

Dabei agiert man aus zwei verschiedenen Perspektiven heraus:

  1. Der gesamte Lebenszyklus aller Komponenten von IT-Systemen wie Hardware und Software wird angepasst – von der Herstellung bis zur Entsorgung.
  2. Green IT ist auch der bewusste Einsatz von IT, um Umweltbelastungen zu minimieren. Das kann beispielsweise durch die Nutzung von Videochats sein, um unnötige Reisen zu vermeiden.

Eine allgemeingültige Definition oder feste Regeln für Green IT gibt es nicht, vielmehr handelt es sich dabei um einen Sammelbegriff. Die Bedeutung und damit einhergehende Umsetzung lassen sich aber von der allgemeinen Definition der Nachhaltigkeit ableiten.

Die drei Säulen der Green IT

Green IT 3 Säulen: Ökologie, Soziales, Ökonomie
  1. Ökologische Faktoren:
    Im Mittelpunkt stehen der Umweltschutz und ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen. Durch energieeffiziente Hardware, optimierte Rechenzentren und die Reduzierung von Elektroschrott können Unternehmen ihren CO₂-Ausstoß nachhaltig senken.
  2. Soziale Faktoren:
    Hierzu gehört die Verantwortung gegenüber Menschen entlang der gesamten Lieferkette wie faire Arbeitsbedingungen, transparente Produktion und der konsequente Verzicht auf Kinder- und Zwangsarbeit. Unternehmen, die auf sozial nachhaltige IT setzen, stärken ihre Arbeitgebermarke und leisten gesellschaftliche Verantwortung.
  3. Ökonomische Faktoren:
    Durch den bewussten Einsatz von energieeffizienten Geräten und intelligentem Ressourcenmanagement lassen sich langfristig Kosten einsparen wie durch geringeren Energieverbrauch und reduzierte Hardwareanschaffungen. Investitionen in nachhaltige IT zahlen sich oft schon nach kurzer Zeit aus.

Binden Sie eine ganzheitliche und IT-Nachhaltigkeitsstrategie in Ihr Unternehmen ein und profitieren Sie von ökologischen, sozialen und ökonomischen Vorteilen.

Green IT Maßnahmen: So gelingt die Umsetzung

Wie also sieht Green IT in der Praxis aus und inwieweit können Sie die Umsetzung beeinflussen? Die Antwort hängt mit Ihrer Rolle im Gesamtkontext zusammen: Sind Sie Hersteller von IT-Hardware? Programmieren Sie Softwares für Unternehmen? Sind Sie dabei, eine IT-Infrastruktur aufzubauen?

Je nachdem, an welchem Punkt Sie sich befinden und welche Aufgaben Sie übernehmen, haben Sie unterschiedliche Einflussmöglichkeiten. Refurbishment ist dabei ein zentraler Punkt, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Es beschreibt den Prozess der Wiederherstellung von Produkten, bei dem diese voll funktionsfähig aufbereitet werden. Auch bei uns im Shop finden Sie refurbished Hardware. Weitere Informationen finden Sie außerdem in unserem Blogbeitrag "Gebrauchte IT-Hardware: so sinnvoll ist sie und so profitieren Sie davon". Zudem werden defekte Teile ausgetauscht und das Produkt gereinigt, um es wieder verkaufsfähig zu machen. Sie finden weitere Informationen zur IT-Reinigung in unserem Blogbeitrag "IT-Reinigung – ihr zeitliches Erfordernis sowie zu beachtende Aspekte".

Auch können Sie die Lebensdauer von Geräten positiv beeinflussen, indem sie unter optimalen Bedingungen genutzt werden, darunter fallen bspw. Geräte mit Kühlungsbedarf wie unterbrechungsfreie Stromversorgungen, die entsprechend gekühlt werden müssen.

Herstellung von Hard- und Software

  • Energie-, material- und ressourcenschonende Produktion
  • Vermeidung von Schadstoffen und Treibhausgasen
  • Verwenden recycelter oder recycelbarer Materialien
  • Green Software Engineering (nachhaltiges Programmieren)

Green IT bei der Anschaffung und Nutzung von IT-Systemen

  • Hardware mit einem möglichst geringen Energieverbrauch wählen, wie z. B. Thin Clients
  • Unnötige Anschaffungen vermeiden
  • Cloud-Computing/Virtualisierung oder eine Mischform wählen (Reduktion von Netzwerkservern und damit einhergehend entsprechend Energie + Hardware)
  • Gebrauchte und wiederaufbereitete Hardware kaufen, die durch IT-Remarketing erneut in den Markt gebracht werden
  • Beim Kauf auf Umweltzeichen Blauer Engel oder andere achten
  • CO2 schonendes Online-Arbeiten vs. häufiges Reisen abwägen

Entsorgung

  • Hardware nicht leichtfertig wegschmeißen
  • Möglichkeit der Wiederaufbereitung überdenken (refurbished Hardware)
  • Noch funktionierende Teile an anderer Stelle verwenden
  • Gewissenhafte Entsorgung an dafür vorhergesehene Stellen (z. B. Wertstoffhof)
  • Möglichkeit, gebrauchte Hardware zu verkaufen - hier entlang zu unserem Ankaufformular

Obsoleszenz und Green IT für nachhaltige Elektronik

Obsoleszenz ist ein wichtiger Faktor, wenn es um Nachhaltigkeit von IT-Geräten geht. Dieser Aspekt umfasst vor allem den Produktlebenszyklus, einschließlich der Herstellung und der Entsorgung von Produkten. Unter Obsoleszenz versteht man somit den Prozess, bei dem Produkte altern und somit an Wert verlieren.

Vergleich: Geplante Obsoleszenz - Ungeplante Obsoleszenz

Obsoleszenz kann unterteilt werden in geplante und ungeplante Obsoleszenz. Letzteres kann durch natürlichen Verschleiß passieren oder durch technologischen Fortschritt oder Modeeinflüsse beeinflusst werden. Bei geplanter Obsoleszenz besitzen die Produkte mit Absicht eine begrenzte Lebensdauer. So werden Verbraucher ständig zum Neukauf gezwungen. Geplante Obsoleszenz ist somit ein negativer Einfluss im Bereich Green IT, denn durch diese wird die Menge Elektroschrott erhöht. Produkte werden demnach ersetzt anstatt repariert. Die Reduzierung geplanter Obsoleszenz kann zu einer längeren Produktlebensdauer und Ressourceneinsparung und Reduzierung des CO2-Fußabdrucks führen.

Ein zentraler Ansatz zur Bekämpfung der Obsoleszenz ist die Verlängerung der Nutzungsdauer von IT-Hardware. Unternehmen setzen zunehmend auf refurbished Geräte, da diese technisch aufbereitet und voll funktionsfähig sind. Dadurch wird die Lebenszeit elektronischer Produkte deutlich verlängert, was zur Reduzierung von Elektroschrott beiträgt. Auch die Reparierbarkeit spielt eine wichtige Rolle: Geräte mit austauschbaren Komponenten wie Akkus, Speicher oder Netzteilen unterstützen eine nachhaltige IT-Strategie. Darüber hinaus ist die nachhaltige Beschaffung ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Strategien. Unternehmen achten verstärkt auf Umweltzertifizierungen wie Energy Star oder Blauer Engel. Mit konsequenter Umsetzung dieser Maßnahmen lässt sich Obsoleszenz aktiv reduzieren.

Nachhaltige Rechenzentren durch moderne Hardware

Rechenzentren in Kombination mit zahlreichen Servern verursachen einen großen Teil an CO2-Emissionen im IT-Bereich. Der Einsatz nachhaltiger Rechenzentren ist daher sinnvoll und effektiv für die Umwelt. Diese zeichnen sich durch effiziente Kühlung, optimierte Stromversorgung und moderne Hardware aus, wodurch der Energiebedarf reduziert wird.

Ältere Hardware und Systeme führen hingegen zu einem deutlich höheren Stromverbrauch und benötigen mehr Kühlung. Sie sind demnach weniger nachhaltig, weshalb auf moderne, energieeffiziente Hardware umgestellt werden sollte.

Moderne Hardware profitiert von:

  • Geringerem Energiebedarf im Dauerbetrieb
  • Längeren Lebenszyklen der Geräte
  • Besserer Skalierbarkeit in virtuellen Umgebungen
  • Reduzierter Wärmeentwicklung

Auch die Stromversorgung, insbesondere USV-Anlagen, wird im Hinblick auf Nachhaltigkeit häufig unterschätzt. Systeme mit Lithium-Ionen-Batterien bieten im Vergleich zu VRLA-Batterien eine bessere Lebensdauer, höhere Effizienz, mehr Ausfallsicherheit und einen geringeren Wartungsaufwand.

Dadurch können sowohl die Gesamtbetriebskosten (TCO) als auch der Ressourcenverbrauch reduziert werden. APC bietet hierfür ein TCO-Tool an, mit dem sich die Gesamtbetriebskosten von VRLA- und Lithium-Ionen-USV-Systemen inklusive Batteriewechsel vergleichen lassen.

USV im ECO-Modus: Effizienz, die sich konkret rechnet

Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung läuft rund um die Uhr – und arbeitet dabei nie ganz verlustfrei. Bei der gängigen Online-Doppelwandler-Technik (Double Conversion) wird der Strom durchgehend von Wechsel- in Gleichstrom und zurück gewandelt. Das bietet maximalen Schutz, kostet aber Energie: Der Wirkungsgrad liegt typischerweise bei rund 94 bis 97 %, bei geringer Auslastung teils darunter (Consulting-Specifying Engineer, 2025).

Moderne USV-Anlagen bieten daher einen Energiespar- oder ECO-Modus, der den Wirkungsgrad auf bis zu 99 % anhebt. Der bei APC Schneider Electric verbaute Modus eConversion beispielsweise reduziert die Verlustleistung um rund das Dreifache und erreicht dabei laut Hersteller weiterhin die gleiche Schutzklasse (Class 1) wie die klassische Doppelwandlung (Schneider Electric). Damit entfällt der frühere Zielkonflikt zwischen Effizienz und Versorgungssicherheit weitgehend.

Rechenbeispiel: Was 4 Prozentpunkte Wirkungsgrad bewirken

Annahmen: USV versorgt eine IT-Last von 10 kW im Dauerbetrieb (24/7) → rund 87.600 kWh pro Jahr.

Betriebsmodus Wirkungsgrad Verlustenergie/Jahr
Online-Doppelwandler 95 % ≈ 4.610 kWh
ECO-/eConversion-Modus 99 % ≈ 885 kWh

Direkte Einsparung: ≈ 3.700 kWh pro Jahr.

Daraus ergibt sich:

  • Stromkosten: bei rund 0,25 €/kWh ≈ 930 € Ersparnis pro Jahr (Gewerbestrom; bitte an Ihren Tarif anpassen)
  • CO2: bei 344 g CO2/kWh (Strommix Deutschland 2025 / Umweltbundesamt) ≈ 1,3 Tonnen CO2 pro Jahr

Jede eingesparte Kilowattstunde Verlustleistung wird nicht in Wärme umgewandelt – das senkt zusätzlich den Kühlbedarf des Serverraums. Der tatsächliche Gesamtnutzen liegt damit noch höher.

Wichtig zur Einordnung: Im einfachen ECO-Modus wird die Last über die Bypass-Leitung versorgt, was den Konditionierungsschutz leicht reduziert. Für sensible Umgebungen empfehlen sich daher intelligente Varianten wie eConversion, die Schutz und Effizienz kombinieren. Ob sich der ECO-Modus für Ihre Anlage eignet, hängt von der Netzqualität und der Kritikalität Ihrer Lasten ab.

Notwendigkeit der Green IT am Beispiel des Energieverbrauchs von Netzwerkservern

Schon regelmäßiges Homeoffice macht sich auf der Stromrechnung bemerkbar. Knapp 90-120 Euro mehr können Sie auf das Jahr gerechnet erwarten. In Unternehmen summieren sich diese Kosten nicht nur pro Mitarbeiter, denn eine professionelle IT-Infrastruktur umfasst insgesamt weit mehr Hard- und Software als ein Heimarbeitsplatz. Die Einsparung von Stromkosten ist häufig ausschlaggebend für die Umsetzung von Green IT, aber im Sinne der Nachhaltigkeit sind noch ganz andere Faktoren wichtig. Denn diese Kosten kommen schließlich durch einen entsprechend hohen Energiebedarf (nicht immer aus regenerativer Quelle) zustande. Damit einhergehend ist der CO2 Ausstoß.

Ein Faktor ist die Nutzung von Ökostrom, denn so kann der CO2 Fußabdruck stark reduziert werden.  

Ein weiterer Faktor ist die Nutzung von Abwärme, denn in Serverräumen oder Rechenzentren wird viel Wärme erzeugt. Wenn diese Wärme zurückgewinnt wird, kann der Energieverbraucht gesenkt werden.

Haben Sie schon mal einen Serverraum betreten oder auch nur einen Computer aufgeschraubt, stoßen Sie zudem auf eine Menge Metall – und damit auf nicht erneuerbare Rohstoffe. Die Gewinnung und Verarbeitung dieser Rohstoffe hat große Auswirkungen auf den Klimaschutz.

Rechenserver als Beispiel dafür, weshalb Green IT notwendig ist

Eine Bitkom-Studie aus 2022 zeigt: Server bilden in der IT die Spitze des Energiebedarfs.

Kreisdiagramm: Energiebedarf von Rechenzentren in Deutschland 2022
Grobe Übersicht der Energieanteile verschiedener IT-Bereiche in deutschen Rechenzentren. Quelle: Bitkom-Studie, Stand: Februar 2022.

Dank des großen Anteils an regenerativer Energie zeigten die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen von 2018-2020 einen Rückgang. 2021 und 2022 sind die CO2-Emissionen allerdings aufgrund des höheren Kohle-Anteils im deutschen Energiemix wieder gestiegen. (vgl. Deutsche Rechenzentren wachsen weiter und werden effizienter, Stand 28.08.2023).

Im Zuge einer Umfrage der oben genannten Studie gab die Mehrheit der Betreiber großer Rechenzentren zudem an, dass sie mit einem Wachstum dieser rechnen. IT-Flächen, Zahl der Server und damit einhergehend Stromverbrauch und Treibhausgasemissionen werden also voraussichtlich weiter ansteigen.

Auch andere IT Geräte verbrauchen viel Strom. Ein weiteres Beispiel sind Netzwerk-Switches, welche im Dauerbetrieb laufen müssen, damit ein Netzwerk funktioniert. Wie Sie hier Strom sparen und die Kosten senken können, erfahren sie in unserem Blogbeitrag "Netzwerk-Switch: Stromverbrauch senken und Kosten sparen".

KI und der wachsende Stromverbrauch

Der Strombedarf von Rechenzentren steigt durch generative KI heute schneller als in fast allen anderen Verbrauchssektoren.

Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) verbrauchten Rechenzentren weltweit im Jahr 2024 rund 415 Terawattstunden (TWh) Strom – etwa 1,5 % des globalen Stromverbrauchs. Der Bedarf ist in den letzten Jahren um durchschnittlich rund 12 % pro Jahr gestiegen, also mehr als viermal so schnell wie der Stromverbrauch insgesamt. Die IEA rechnet damit, dass sich der Verbrauch bis 2030 auf etwa 945 TWh – rund 3 % des Weltstrombedarfs – nahezu verdoppelt. Das entspricht in etwa dem heutigen Gesamtstromverbrauch Japans (IEA, „Energy and AI", 2025).

Der entscheidende Treiber ist die KI selbst: Während der Stromverbrauch klassischer Server „nur" um etwa 9 % pro Jahr zunimmt, wächst der Verbrauch KI-spezialisierter Server (sogenannter Beschleuniger) nach IEA-Schätzung um rund 30 % pro Jahr. Ein oft unterschätzter Punkt: Aufwendige Anwendungen wie Video-Generierung oder „Reasoning"-Modelle können pro Anfrage ein Vielfaches der Energie einer einfachen Textabfrage benötigen.

Auch in Europa ist der Effekt spürbar. Die IEA erwartet, dass die Stromnachfrage in der EU bis 2030 um durchschnittlich rund 2,3 % pro Jahr zulegt – Rechenzentren zählen neben Elektromobilität und Wärmepumpen zu den wesentlichen Ursachen (IEA, „Electricity 2026").

Was bedeutet das für Unternehmen? Green IT ist damit kein „Nice-to-have" mehr, sondern eine Antwort auf real steigende Energiekosten und Netzbelastungen. Jede vermiedene Anschaffung, jede verlängerte Gerätelebensdauer und jeder Effizienzgewinn im Betrieb wirkt heute stärker als noch vor wenigen Jahren – einfach, weil der Stromverbrauch der Branche so deutlich gestiegen ist.

„Graue Energie": Warum die Herstellung der größte Klimafaktor ist – und Refurbished die beste Antwort

Wenn es um den CO2-Fußabdruck von IT-Geräten geht, denken die meisten zuerst an den Stromverbrauch im Betrieb. Tatsächlich entsteht der größere Teil der Emissionen aber lange, bevor ein Gerät überhaupt eingeschaltet wird – bei der Herstellung. Fachleute sprechen hier von „grauer Energie" oder „Embodied Carbon": dem CO2, das in Rohstoffgewinnung, Bauteilfertigung, Montage und Transport „eingebaut" ist und sich nachträglich nicht mehr verändern lässt.

Wie groß dieser Anteil ist, zeigt eine Untersuchung des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes: Bei einem Notebook mit fünf Jahren Nutzungsdauer entfallen rund 214 kg CO2-Äquivalente auf die Herstellung (etwa 56 %) und nur rund 138 kg auf die Nutzung (etwa 36 %). Die Herstellung wiegt also schwerer als der gesamte Betrieb über fünf Jahre (Öko-Institut / Umweltbundesamt). Eine Analyse von rund 230 Notebook-Modellen kommt zu dem Ergebnis, dass 75 bis 85 % des gesamten CO2-Fußabdrucks eines Laptops auf die Herstellung entfallen – vor allem auf Mainboard, Display und SSD (Circular Computing, 2026).

Daraus folgt eine zunächst überraschende, aber gut belegte Erkenntnis: Ein funktionierendes Altgerät durch ein neues, sparsameres Modell zu ersetzen, lohnt sich für das Klima meist nicht. Das Umweltbundesamt hat berechnet, dass sich ein Neukauf ökologisch erst rechnet, wenn das neue Gerät mindestens 70 % weniger Energie verbraucht und über sechs Jahre genutzt wird. Bei realistischen Effizienzgewinnen von rund 10 % müsste man ein Gerät mehrere Jahrzehnte nutzen, um die Herstellungsemissionen auszugleichen (Umweltbundesamt - CO2-Emissionen / Umweltbundesamt).

Genau hier setzt refurbished Hardware an: Wer ein professionell aufbereitetes Gerät kauft, vermeidet die emissionsintensive Neuproduktion komplett. Die graue Energie ist bereits „bezahlt" – das Gerät bekommt schlicht ein zweites Leben. Refurbishment ist damit die wirtschaftlichere und klimafreundlichere Wahl.

Rechenbeispiel: Refurbished statt Neukauf

Ausgangswerte (Umweltbundesamt, Notebook, 5 Jahre Nutzung):

  • Herstellung eines neuen Notebooks: ≈ 214 kg CO2e
  • Nutzung über 5 Jahre: ≈ 138 kg CO2e
  • Szenario: Ein Unternehmen ersetzt 50 Arbeitsplatz-Notebooks.
Neukauf (50 Geräte) Refurbished (50 Geräte)
Vermiedene Herstellungs-Emissionen ≈ 214 kg × 50 = ca. 10,7 t CO2e

Ergebnis: Allein durch die Entscheidung für aufbereitete statt neuer Notebooks lassen sich rund 10,7 Tonnen CO2 einsparen – das entspricht ungefähr der Menge, die ein Mittelklassewagen auf rund 60.000 Kilometern ausstößt. Hinzu kommt die Schonung seltener Rohstoffe wie Kupfer, Gold und Seltener Erden, deren Abbau besonders umweltbelastend ist.

Hinweis: Die Werte sind konservativ gerechnet und beziehen sich auf Notebooks. Bei größeren Geräten wie Desktop-PCs samt Monitor liegt der Herstellungsaufwand laut Öko-Institut sogar bei rund 435 kg CO2e pro Gerät – das Einsparpotenzial ist dort entsprechend größer.

In unserem Shop finden Sie deshalb refurbished und generalüberholte Hardware in geprüfter Qualität – von Servern über Switches und Router bis zu USV-Anlagen.

IT-Remarketing als Teil nachhaltiger IT-Strategien

IT-Remarketing bzw. IT-Refurbishment ist eine Möglichkeit, im IT-Bereich nachhaltig zu handeln. IT-Remarketing beschreibt die Wiedervermarktung gebrauchter Hardware nach zertifizierter Datenvernichtung und anschließender Aufbereitung (Refurbishment). Refurbishment bezieht sich dabei auf den Prozess der technischen Aufbereitung, bei dem Geräte professionell gereinigt, geprüft und technisch überholt werden, um eine zertifizierte Qualität sicherzustellen.

Durch diese Prozesse kann die Lebensdauer gebrauchter oder nicht mehr genutzter Geräte verlängert und Ressourcen geschont werden. Wir bieten IT-Remarketing an, bei dem gebrauchte Hardware angekauft, aufbereitet und anschließend für ein zweites Leben weiterverkauft wird. Nicht mehr nutzbare Geräte werden von uns fachgerecht entsorgt oder recycelt. Vor allem im Bereich Server, Netzwerktechnik und Storage stellt dies eine nachhaltige Alternative zur Neuanschaffung dar. Dieser gesamte Prozess bietet nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.

Verschiedene Produktzustände zur Auswahl

Wir bieten Ihnen drei verschiedene Produktzustände an, die durch Nachhaltigkeit geprägt sind:

  • Neu: Moderne Hardware im originalverpackten Zustand mit voller Herstellergarantie
  • Generalüberholt/ Refurbished: Professionell geprüfte, nachhaltige und zuverlässige Produkte
  • Factory Renewed: Direkt vom Hersteller geprüfte und zertifizierte Produkte mit voller Herstellergarantie

Green IT Zertifikate und Auszeichnungen

Auszeichnungen im Umweltschutz gibt es seit längerem, auch für die IT. Eine verbindliche Regelung für Green IT existiert jedoch noch nicht. Orientierung bietet die Strategie des Bundesumweltministeriums. Darüber hinaus können Sie beim Kauf neuer Komponenten auf entsprechende Green IT-Siegel achten.

Umwetlsiegel Blauer Engel

Der Blaue Engel (Blauer Engel, Stand. 04.09.23) ist beispielsweise ein Umweltzeichen der Bundesregierung und Teil des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamts (UBA), der Jury Umweltzeichen und RAL gGmbH. Betreiber von Rechenzentren können dieses erhalten, wenn sie entsprechende Maßnahmen umsetzen.

Umweltsiegel Energy Star Label

Das Energy Star Label entstand 1992 durch das US-amerikanische Umweltbundesamt und zertifiziert weltweit energieeffiziente IT-Geräte, darunter Server, USV-Anlagen oder Computer. Die Europäische Gemeinschaft ist seit 2002 mit beteiligt.

Umweltsiegel WEEE-Richtlinie 2012/19/EU

Die WEEE-Richtlinie 2012/19/EU (Waste of Electrical and Electronic Equipment) trat am 14. August 2012 in Kraft. Diese Richtlinie ist bekannt als WEEE2 und hat in der EU das Ziel den Vertrieb und die ordnungsgemäße Rücknahme und Entsorgung von Elektronik-Altgeräten. Alle verkauften Elektrogeräte müssen nach WEEE2 in der EU registriert werden.

Darüber hinaus legt die Ökodesign-Richtlinie (offiziell 2009/125/EG) europarechtlich die Anforderungen für umweltgerechtes Design von „energieverbrauchsrelevanten Produkten“ fest. Hierunter fallen auch Systeme und Geräte, die in der IT-Branche verwendet werden.

Die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU zielt darauf ab, Substanzen wie Blei oder Chrom auf Höchstkonzentrationswerte zu begrenzen. Somit werden gefährliche Stoffe in IT-Geräten für alle EU-Mitgliedstaaten beschränkt. Dadurch wird Recycling von Elektroaltgeräten gefördert und deren Auswirkungen auf die Umwelt minimiert.

Andere gesetzliche Pflichten: EnEfG, ESPR und CSRD

In den letzten Jahren sind mehrere verbindliche Regelwerke in Kraft getreten, die Unternehmen direkt oder indirekt betreffen.

Energieeffizienzgesetz (EnEfG) – Pflichten für Rechenzentren

Das EnEfG (Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland) ist seit dem 18. November 2023 in Kraft und nimmt insbesondere Rechenzentren in die Pflicht. Für Anlagen ab einer nicht-redundanten Anschlussleistung von 300 kW gelten unter anderem (EnEfG, gesetze-im-internet.de; Bitkom-Leitfaden zum EnEfG):

  • Effizienz (PUE): Neue Rechenzentren, die ab dem 1. Juli 2026 in Betrieb gehen, müssen einen PUE-Wert von höchstens 1,2 erreichen. Für Bestandsanlagen gilt ab dem 1. Juli 2027 ein Wert von 1,5 und ab dem 1. Juli 2030 von 1,3.
  • Abwärmenutzung: Neue Rechenzentren müssen einen wachsenden Anteil ihrer Abwärme wiederverwenden – gestaffelt von 10 % (ab Juli 2026) über 15 % bis 20 % (ab Juli 2028).
  • Ökostrom: Der Stromverbrauch muss bilanziell seit 2024 zu 50 %, ab 2027 zu 100 % aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.
  • Energiemanagement: Ab 1 MW Anschlussleistung ist ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (z. B. nach ISO 50001) verpflichtend; zudem besteht eine Melde- und Registrierungspflicht im Energieeffizienzregister.

Aktueller Hinweis (Stand 2026): Zum EnEfG liegt seit April 2026 ein Referentenentwurf für eine Novelle vor, der einzelne Anforderungen – etwa bei PUE-Werten, Abwärmenutzung und Meldepflichten – abschwächen könnte. Die genauen Vorgaben können sich also noch ändern; eine aktuelle Prüfung vor wichtigen Investitionsentscheidungen ist ratsam (DENEFF, 2026).

ESPR – die neue Ökodesign-Verordnung und der digitale Produktpass

Die bisher im Beitrag genannte Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) wurde abgelöst: Seit dem 18. Juli 2024 gilt die EU-Verordnung 2024/1781 (Ecodesign for Sustainable Products Regulation, ESPR). Anders als die alte Richtlinie, die nur energieverbrauchsrelevante Produkte erfasste, gilt sie für nahezu alle physischen Produkte – auch Elektronik (Umweltbundesamt, Neue Ökodesign-Verordnung).

Ziele sind längere Lebensdauer, bessere Reparierbarkeit und mehr Kreislaufwirtschaft. Herzstück ist der digitale Produktpass (DPP), der künftig maschinenlesbare Informationen zu Materialzusammensetzung, CO2-Fußabdruck sowie Reparatur- und Recyclinghinweisen bündelt. Konkrete Anforderungen entstehen schrittweise über produktgruppenspezifische Rechtsakte; für erste Produktgruppen wie Elektronik und Batterien wird der DPP ab 2026 erwartet (TÜV SÜD, ESPR).

CSRD – Nachhaltigkeitsberichterstattung (mit Entwarnung für viele KMU)

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verpflichtet Unternehmen, über ihre ökologische und soziale Leistung zu berichten. Mit dem EU-„Omnibus I"-Paket (final verabschiedet im Februar 2026) wurde der Anwendungsbereich allerdings deutlich verkleinert und die Fristen verschoben: Über die „Stop-the-Clock"-Richtlinie wurde die Berichtspflicht für viele größere Unternehmen um zwei Jahre nach hinten geschoben und die Schwelle wurde auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten angehoben. Viele kleine und mittlere Unternehmen fallen damit aus der direkten Pflicht heraus (CSR-in-Deutschland / Omnibus-I-Richtlinie 2026/470).

Indirekt betroffen bleiben aber auch KMU: Wer größere, berichtspflichtige Unternehmen beliefert, wird zunehmend nach CO2-Daten und Nachhaltigkeitsnachweisen gefragt – etwa entlang der Lieferkette. Eine nachhaltige IT-Strategie samt refurbished Hardware ist hier ein handfester Vorteil: Sie liefert dokumentierbare Einsparungen, die sich in der Lieferanten-Kommunikation direkt belegen lassen.

Vorteile und Herausforderungen der Green IT für Unternehmen

Vorteile von Green IT

  • Kosteneinsparungen durch energieeffiziente Technologien: Cloud-Computing, Virtualisierung und moderne Hardware senken den Energieverbrauch und die Betriebskosten.
  • Reduzierung von CO2-Ausstoß und Umweltbelastungen: Durch den Einsatz energieeffizienter Server, nachhaltiger Systeme und Recyclingkonzepte leisten Unternehmen einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
  • Wettbewerbsvorteil durch nachhaltige IT-Praktiken: Green IT stärkt das Unternehmensimage und schafft Vertrauen bei Kunden.
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Umweltstandards: Nachhaltige IT reduziert Compliance-Risiken, da Anforderungen wie EU-Vorgaben zu erhöhter Energieeffizienz führen.
  • Förderung von Innovationen und Digitalisierung: Unternehmen, die auf energieeffiziente IT setzen, arbeiten moderner, flexibler und technologisch fortgeschrittener.
  • Effizientes IT-Lifecycle-Management: Durch Reparatur, Refurbishment und Wiederverwendung von IT-Hardware wird die Lebensdauer verlängert und Elektroschrott reduziert.
  • Optimierte Energieeffizienz in Rechenzentren: Effiziente Kühlung, Lastverteilung und die Nutzung erneuerbarer Energien können die IT nachhaltiger machen.

Herausforderungen von Green IT

  • Hohe Anfangsinvestitionen: Effiziente USVs, Server oder Kühlsysteme erfordern zu Beginn ein höheres Budget (sparen aber langfristig Kosten ein).
  • Technologische Komplexität: Der Wechsel zu nachhaltiger IT erfordert spezialisierte Kenntnisse, Schulungen und Fachpersonal.
  • Organisatorischer Anpassungsbedarf: Unternehmensprozesse müssen teilweise neu gedacht und in Zukunft kontinuierlich angepasst werden.
  • Monitoring und Nachweis der Nachhaltigkeit: Umweltkennzahlen wie Energieverbrauch oder CO2-Reduktion müssen kontinuierlich überwacht und dokumentiert werden.
  • Kompatibilität mit veralteten Systemen: Ältere IT-Infrastrukturen lassen sich nicht immer in nachhaltige Konzepte integrieren.

Bewusstseinsbildung und Smart Metering

Es ist entscheidend, dass Unternehmen und Einzelpersonen durch Bildungsmaßnahmen lernen, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit ist. Zu diesen Maßnahmen gehören Schulungsprogramme, Workshops oder Informationskampagnen, welche nicht nur technisches Wissen über umweltfreundliche Hardware und Software, sondern auch die Vorteile einer nachhaltigen IT-Nutzung vermitteln.

Smart Metering umfasst die Nutzung von Ressourcen wie Wasser, Gas und Strom. Dabei wird nämlich ein intelligenter Stromzähler eingesetzt, um genau den Energieverbrauch zu überwachen. Die Daten werden sehr präzise erfasst und können so verbessert werden. Smart Metering fördert somit die nachhaltige Energieversorgung.

Smart Metering lässt sich zudem ideal mit Energieeffizienz-Monitoring und automatisierten Managementsystemen verbinden. Dadurch können Unternehmen nicht nur den Energieverbrauch einzelner Geräte messen, sondern auch Trends analysieren, Energieziele definieren und Optimierungsmaßnahmen ableiten. Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit, Energiefresser frühzeitig zu erkennen, bevor sie zu unnötig hohen Kosten führen. Besonders in Rechenzentren oder großen IT-Umgebungen ermöglicht dies eine deutliche Reduzierung des Stromverbrauchs von Servern, USV-Anlagen oder Kühlsystemen.

Green IT: Wohltat für die Umwelt und Wettbewerbsvorteil

Nachhaltigkeit hat eine große Bedeutung in der IT. Dass entsprechende Maßnahmen notwendig sind, ist daher keine Neuigkeit. Dass aber auch Informationstechnik grün sein kann, haben noch längst nicht alle Unternehmen für sich entdeckt. Die Digitalisierung hilft, neue Möglichkeiten für bessere Ressourceneffizienz und umweltfreundliches Arbeiten zu eröffnen.

Neben den offensichtlichen Vorteilen – Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit, soziale Komponenten – profitieren Sie auch, weil Sie Ihrer Konkurrenz einen Schritt voraus sind.

Auch wir arbeiten mit Herstellern zusammen, die sich für nachhaltige Informationstechnik engagieren und großen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Dazu gehören Unternehmen wie Cisco, HPE Aruba und Juniper. Zusätzlich bieten wir generalüberholte IT-Geräte verschiedener Marken an, darunter APC und Eaton, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen. Auf unserer Website finden Sie ein umfassendes und nachhaltiges Produktportfolio dieser Hersteller.

IT-Planet: think IT green

Ihre nächste Green IT-Strategie: So können Sie starten

Möchten Sie mehr über die Umsetzung von Green IT in Ihrem Unternehmen erfahren? Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zur nachhaltigen IT und erfahren Sie, wie Sie von den Vorteilen umweltfreundlicher Technologien profitieren können. Mit Green IT geben Sie Ihrem Image eine neue Richtung, sparen bares Geld und leisten einen wertvollen Beitrag zum Allgemeinwohl. Das ist eine Überlegung wert, finden Sie nicht?

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Häufig gestellte Fragen

PUE steht für „Power Usage Effectiveness" und beschreibt das Verhältnis zwischen dem Gesamtstromverbrauch eines Rechenzentrums und dem Verbrauch der eigentlichen IT. Ein Wert von 1,0 wäre ideal (kein Zusatzverbrauch für Kühlung etc.). Das Energieeffizienzgesetz schreibt neuen Rechenzentren ab Juli 2026 einen PUE von höchstens 1,2 vor.

Weil der größte Teil der CO2-Emissionen eines IT-Geräts bereits bei der Herstellung entsteht – bei Notebooks rund 56 % bis über 80 %. Ein neues, effizienteres Gerät müsste über viele Jahre extrem viel Strom einsparen, um diesen „Herstellungsrucksack" auszugleichen. Refurbished Geräte vermeiden die Neuproduktion komplett und sind daher in den meisten Fällen die nachhaltigere Wahl.

Ja. Laut Internationaler Energieagentur (IEA) lag der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren 2024 bei rund 415 TWh (etwa 1,5 % des globalen Verbrauchs) und dürfte sich bis 2030 auf rund 945 TWh nahezu verdoppeln. Der Verbrauch KI-spezialisierter Server wächst dabei mit rund 30 % pro Jahr besonders schnell. Genau deshalb gewinnen Effizienzmaßnahmen und die Verlängerung von Gerätelebenszyklen weiter an Bedeutung.

  • Einhaltung gesetzlicher Umweltvorgaben – Pluspunkt, um sich von anderen Unternehmen abzuheben, die diese nicht einhalten
  • Hohe Kosteneinsparungen
  • Senkung des Energieverbrauchs im Unternehmen
  • IT-Geräte werden recycelt
  • Schadstoffausstoß wird durch erneuerbare Energien gesenkt
  • Refurbishment sorgt für eine verlängerte Lebensdauer der Geräte
  • Schonung der Umwelt mit ressourcenfreundlicher Software
  • Druckerzeugnisse werden minimiert, immer mehr wird digital
  • Arbeitsplatz ohne Strahlenbelastung, Lärm oder verdreckter Luft
  • Energieeffiziente Hardware wie moderne Server oder Netzwerktechnik verwenden (weniger Strom bei gleicher Leistung)
  • Energieeffiziente Kühlungssysteme einsetzen (z. B. Nutzung der Außentemperatur oder Flüssigkeitskühlung)
  • Erneuerbare Energien nutzen (Ökostrom aus Solar-, Wind- oder Wasserkraftanlagen)
  • Virtualisierung von Servern, um die Anzahl der benötigten Geräte zu verringern
  • Monitoring und Energiemanagement einsetzen, um Energieverschwendung zu vermeiden

Die Entsorgung von IT-Geräten ist ein entscheidender Faktor, um der Green IT beizutragen. Verantwortungsvolle Entsorgung und Recycling mindern Elektroschritt und fördern dabei die Wiederverwendung von wertvollen Materialien wie Gold, Silber oder Kupfer. Dadurch werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch Schadstoffe wie Blei oder Quecksilber minimiert. Durch Refurbishment kann zudem der Produktlebenszyklus von IT-Geräten verlängert werden, sodass nicht zwangsläufig jedes Mal neue Produkte nötig sind. Die Entsorgung von IT-Geräten kann in Form von Rücknahme- oder Recyclingprogrammen, Refurbishment, Upcycling oder dem Recycling von Elektroschrott erfolgen.

Green IT bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen, insbesondere beim Sparen von Kosten. Durch Einsetzen von energieeffizienter IT-Systeme kann der Energieverbrauch eines Unternehmens deutlich gesenkt werden. Zudem wird der ökologische Fußabdruck reduziert und soziale sowie gesellschaftliche Verantwortung übernommen.

  • Energieeffiziente Computer und Software verwenden
  • Rechenzentren und Netzwerke optimieren
  • Cloud Computing nutzen, um den Bedarf an Hardware zu senken
  • Lebensdauer von IT-Geräten durch bewusstes IT-Handling verlängern

Green IT kann strategisch in Unternehmensprozesse integriert werden, indem:

  • Die IT-Infrastruktur überprüft wird, um ineffiziente Systeme zu erkennen.
  • Energiesparende Hardware und Software ausgewählt werden.
  • Virtualisierung und Cloud-Computing genutzt werden, um Ressourcen zu optimieren.
  • Mitarbeiter geschult werden, um das Bewusstsein für umweltfreundliche IT zu stärken.
  • Umweltfreundliche Richtlinien in allen Unternehmensbereichen umgesetzt werden.
  • Die IT-Leistung kontinuierlich überwacht und optimiert wird.

Green IT verbessert die Produktivität und Effizienz von Unternehmen durch die Reduzierung des Energieverbrauchs, die Verlängerung der Lebensdauer von IT-Geräten, die Optimierung von Prozessen und die Verringerung des Bedarfs an physischer Hardware.

Green IT fördert die digitale Transformation von Unternehmen, indem sie Effizienz steigert, Kosten senkt, Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil etabliert und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützt.

Green IT trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und des Energieverbrauchs bei, was zu einer geringeren Umweltbelastung führt. Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Umweltstandards, was das Risiko von Strafen und rechtlichen Konsequenzen verringert.

Linda Fritzler
Hi, ich bin Linda Fritzler. Seit 2023 arbeite ich bei IT-Planet als Content-Erstellerin für IT Themen, Grafik und Webdesign und tauche tief in die Welt der IT ein, indem ich mich intensiv mit verschiedenen Themen auf unserem Blog beschäftige. Mit meinem wachsenden Fachwissen teile ich hier wertvolle Einblicke in die Informationstechnologie. Als Autorin präsentiere ich mein Wissen in informativen Beiträgen und praktischen Tipps, die ich regelmäßig auf unserem Blog veröffentliche. Mein Ziel ist es, komplexe Konzepte verständlich zu erklären und Ihnen zu helfen, Ihre technischen Fähigkeiten zu erweitern. Besonders interessieren mich die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie nachhaltige IT-Technologien.

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