
Als eines der marktführenden Unternehmen im Bereich der Netzwerklösungen ist Cisco unter anderem für sein breit aufgestelltes Sortiment bekannt. Vor allem die beiden Serien Cisco Nexus und Catalyst werden im professionellen Kontext häufig gegeneinander abgewogen.
Beide umfassen Switches für High-End-Lösungen – allerdings entwickelt für unterschiedliche Anwendungsbereiche.
Kurz gesagt: Nexus eignet sich optimal für die professionelle Anwendung in Rechenzentren und High-Performance-Computing mit Fokus auf Skalierbarkeit, Leistung und Cloud-Integration. Catalyst bietet eine flexible, zuverlässige Lösung, um vollständige Unternehmensnetzwerke und Campus-Umgebungen zu erstellen.
Schon seit 1994 ist die Cisco Catalyst-Serie auf dem Markt und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Sie umfasst sowohl Switches als auch Wireless-Controller und Wireless-Access-Points, mit denen sich ein vollständiges Netzwerk aufbauen lässt. Cisco Catalyst wird vorrangig in großen Enterprise-Netzwerken eingesetzt, beispielsweise für Campus-Vernetzungen mit vielen Nutzern und Long-Range-Signals.
Die Catalyst-Serie bietet eine robuste und zuverlässige Plattform für die Verbindung von Endgeräten und die Unterstützung von Unternehmensanwendungen. Sie zeichnet sich durch ihre Vielseitigkeit und Benutzerfreundlichkeit aus, mit Funktionen wie erweiterten Sicherheitsmechanismen, Energieeffizienz und umfassenden Verwaltungswerkzeugen, die eine einfache Integration und Verwaltung im Unternehmensnetzwerk ermöglichen. Darüber hinaus unterstützen die Catalyst-Switches eine Vielzahl von Konnektivitätsoptionen und sind für ihre Langlebigkeit und Stabilität bekannt, was sie zu einer bevorzugten Wahl für viele IT-Abteilungen macht.
Die Cisco Nexus-Serie gibt es seit 2008. Sie wurde speziell für Server entwickelt, die große Speichermengen verarbeiten, und wird daher vor allem in Rechenzentren und ähnlichen Knotenpunkten eingesetzt – oft beispielsweise als SAN-Switch (Storage Area Network Switch).
Die Cisco Nexus-Serie ist für Rechenzentren und große Netzwerke konzipiert, die hohe Skalierbarkeit, Leistung und Flexibilität erfordern. Diese Switches unterstützen innovative Technologien wie Virtualisierung, automatisiertes Netzwerkmanagement und umfassende Sicherheitsfunktionen, die es ermöglichen, große Datenmengen effizient und sicher zu verarbeiten. Mit einer Architektur, die auf niedrige Latenzzeiten und hohe Bandbreiten ausgelegt ist, sind Cisco Nexus-Switches ideal für Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur optimieren und auf zukünftige Anforderungen vorbereiten möchten. In unserem Blogbeitrag "IT-Infrastruktur aufbauen und von verbesserten Prozessen profitieren" erfahren Sie, wie Sie Ihre IT-Infrastruktur optimieren können.
Die Nexus-Switches nutzen das Betriebssystem NX-OS, auf das Sie über unterschiedliche Wege zugreifen können: Entweder über ein Webinterface, das Sie über den Browser erreichen, über eine serielle Schnittstelle oder aber über den Konsolen-Port. Es ist konfigurierbar und unterstützt den IEEE-Standard LACP (Link-Aggregation-Kontrollprotokolle).
Bei der Catalyst-Serie setzt man auf Cisco IOS zur Konfiguration. Auch hier sind unterschiedliche Zugriffsmöglichkeiten gegeben – vom Webinterface mit grafischer Benutzeroberfläche über den direkten Zugriff über die Konsole, per serieller Schnittstelle, USB 2.0 bis zur Steuereinheit Cisco-DNA. Neben LACP unterstützt das Betriebssystem außerdem PAgP (Prot-Aggregration-Protokolle).
Die Cisco Nexus-Switches bieten Ihnen die Möglichkeit, Ethernet-Netzwerke und noch schnellere Glasfaserverbindungen aufzubauen. Darüber hinaus unterstützen die Geräte FCoE (Fibre Channel over Ethernet), wodurch die Konsolidierung von Speicher- und Datenverkehr über ein einziges Netzwerk ermöglicht wird. Diese drei unterschiedlichen Verbindungstypen in einem Gehäuse bieten Ihnen eine besonders große Flexibilität und vereinfachen die Netzwerkarchitektur erheblich. Mit Funktionen wie VXLAN (Virtual Extensible LAN) und umfassender Unterstützung für Automatisierung und programmierbare Netzwerke sind die Cisco Nexus-Switches optimal für moderne, skalierbare Rechenzentren gerüstet.
Die Produkte der Catalyst-Serie bieten Ihnen über die Switches kabelgebundene Ethernet-Verbindungen sowie WLAN-Module. Zusammen mit den Wireless-Access-Points können Sie die Reichweite des WLANs zudem beliebig erweitern. Die Catalyst-Serie umfasst auch fortschrittliche Funktionen wie Application Visibility and Control (AVC), die es ermöglichen, den Netzwerkverkehr in Echtzeit zu überwachen und zu optimieren. Mit Power over Ethernet (PoE) unterstützen die Catalyst-Switches auch die Stromversorgung von Endgeräten wie IP-Telefonen und Kameras direkt über das Netzwerk, was die Installation und Wartung vereinfacht. Diese umfassenden Funktionen machen die Catalyst-Serie zu einer idealen Lösung für vielfältige Unternehmensanforderungen.
Beide Serien erlauben Ihnen einen modularen Aufbau und die nachträgliche Anpassung Ihrer IT-Infrastruktur. Die Switches der Nexus-Reihe sind für den Einbau in 19-Zoll-Racks ausgelegt und damit platzsparend und einfach erweiterbar. Cisco-Catalyst-Produkte sind mit Anschlüssen pro Höheneinheit verfügbar.
Innerhalb der Cisco-Nexus-Serie gibt es verschiedene Unterkategorien (von Nexus 1000 bis 9000), die je nach konkretem Einsatzgebiet für Ihre Anwendung infrage kommen.
Nexus 3000 Switches beispielsweise bieten eine hohe Leistung und niedrige Latenzzeit und sind damit optimal für rechenintensive Anwendungen und virtualisierte Umgebungen. Die Reihe Nexus 9000 richtet sich an Rechenzentren und Kommunikationsschnittstellen mit hohem Datendurchsatz.
Unter den Catalyst Switches finden Sie unter anderem PoE-fähige (Power over Ethernet) Geräte, beispielsweise die Catalyst 3850 Switche. Über diese können Sie Netzwerkgeräte wie beispielsweise Überwachungskameras oder die Wireless-Access-Points der Catalyst-Serie Endpoint über die Ethernet-Verbindung direkt mit Strom versorgen.
Mit beiden Serien bietet Cisco Ihnen umfangreiche Unterstützung und Ressourcen, um eine Netzwerkinfrastruktur zu Ihren Bedingungen zu erstellen. Welche die richtige Wahl für Sie ist, ist letztlich von Ihren individuellen Anforderungen abhängig.
In modernen Rechenzentren mit Fokus auf hohe Leistung und Skalierbarkeit und die Integration mit Cloud-Diensten ist oft Nexus die bessere Lösung. Stehen Flexibilität, umfassende Sicherheit und Unterstützung für eine Vielzahl von Anwendungen im Unternehmens- und Campus-Umfeld für Sie im Fokus, könnte Catalyst die passende Wahl sein.
Gern helfen wir Ihnen dabei, die passenden Produkte (sowohl neu als auch generalüberholt) für Ihren Anwendungsfall zu finden. Sprechen Sie uns einfach über unser Anfrageformular an, wenn wir Sie ausführlich beraten sollen.
Die Cisco Nexus- und Catalyst-Serie unterscheiden sich in verschiedenen Bereichen, darunter Funktionen, Betriebssysteme und Einsatzgebiete:
Cisco Nexus:
Cisco Catalyst:
Die Cisco Nexus-Serie nutzt das NX-OS-Betriebssystem, das über ein Webinterface, eine serielle Schnittstelle oder den Konsolen-Port verwaltet werden kann. NX-OS ist flexibel konfigurierbar und unterstützt den IEEE-Standard LACP (Link Aggregation Control Protocol). Das Betriebssystem basiert auf einem modernen Linux-Kernel und unterstützt symmetrisches Multiprocessing. Dadurch können Prozesse effizient auf mehrere CPU-Kerne verteilt werden. NX-OS ist modular aufgebaut, sodass einzelne Prozesse bei einem Ausfall neu gestartet werden können, ohne das gesamte System zu beeinträchtigen. Es wurde speziell für Datacenter-Switches wie die Cisco Nexus-Serie entwickelt. Der Fokus liegt auf hoher Verfügbarkeit, hoher Leistung und der Unterstützung von Storage-Netzwerken. Zusätzlich bietet NX-OS moderne Technologien wie vPC (Virtual Port Channel) für Layer-2-Mehrwegekommunikation sowie umfangreiche API- und Automatisierungsfunktionen.
Die Cisco Catalyst-Serie verwendet IOS bzw. IOS-XE, welches ebenfalls über ein Webinterface, die Konsole oder eine serielle Schnittstelle administriert werden kann. Neben LACP unterstützt IOS-XE auch PAgP (Prot-Aggregration-Protokolle). Auch IOS-XE basiert auf einem Linux-Kernel, unterscheidet sich jedoch im Aufbau. Die klassische IOS-Software läuft hier als zentraler Hauptprozess. IOS-XE ist die Weiterentwicklung des klassischen IOS und wurde speziell für Enterprise-Router und -Switches wie die Catalyst-Serie entwickelt. Das Ziel ist es, Routing, Switching und Sicherheitsfunktionen in einem Betriebssystem zu vereinen. Es unterstützt typische Enterprise-Funktionen, erweiterte Routing-Protokolle, WAN-Technologien sowie programmierbare APIs.
Ja, die Cisco Nexus-Serie eignet sich besonders gut für Rechenzentren und High-Performance-Computing, da sie speziell für diese Einsatzbereiche entwickelt wurde. Der Fokus liegt auf hoher Skalierbarkeit, maximaler Leistung und Cloud-Integration. Dank Eigenschaften wie hoher Portdichte, niedriger Latenz und der Unterstützung von Rechenzentrums-Protokollen wie VXLAN oder Fibre Channel over Ethernet ist die Nexus-Serie besser für Data-Center-Umgebungen geeignet als die Catalyst-Serie. Innerhalb der Nexus-Serie gibt es verschiedene Produktreihen, die für unterschiedliche Anforderungen ausgelegt sind. Besonders die Nexus 9000-Reihe eignet sich ideal für moderne Rechenzentren mit sehr hohem Datendurchsatz.
Die Cisco Catalyst-Serie wird hingegen in Campus- und Unternehmensnetzwerken eingesetzt, in denen eher die Anbindung vieler Endgeräte im Vordergrund steht.
Beide Serien können für umfangreiche Unterstützung im selben Netzwerk eingesetzt werden und basieren auf Standard-Ethernet-Protokollen wie IEEE 802.1Q VLANs oder Spanning Tree. Die Anbindung der Endgeräte erfolgt über Layer-2- oder Layer-3-Verbindungen.
Unterschiede gibt es vor allem beim Betriebssystem: Cisco Catalyst nutzt IOS-XE, während Cisco Nexus auf NX-OS basiert, wodurch Kenntnisse in beiden Systemen gefordert sind. Bei der Link Aggregation untersützt Nexus ausschließlich LACP, während Catalyst LACP und PAgP bietet. Virtual Port Channels (vPC) funktionieren zudem nur zwischen Nexus-Switches.