SFP+-Modul - Definition

Ein SFP+-Modul (Small Form-factor Pluggable Plus) ist ein kompaktes, austauschbares Steckmodul, das Netzwerkverbindungen mit typischerweise 10 Gbit/s ermöglicht. Es wird in kompatible Netzwerkgeräte wie Switches, Router oder Server eingesetzt und dient zur Datenübertragung über Glasfaser- oder Kupferverbindungen. Als Weiterentwicklung des klassischen SFP-Moduls bietet SFP+ eine höhere Bandbreite bei nahezu identischer Bauform. Die Module kommen vor allem in Unternehmensnetzwerken, Rechenzentren und bei leistungsstarken Serververbindungen zum Einsatz.

Wie funktioniert ein SFP+-Modul?

Ein SFP+-Modul wird in einen passenden Steckplatz des Netzwerkgeräts eingesetzt. Bei optischen Modulen werden elektrische Signale in Lichtsignale umgewandelt, die über Glasfaserkabel übertragen werden. Kupferbasierte Varianten ermöglichen dagegen eine elektrische Datenübertragung. Die Module sind in der Regel Hot-Swap-fähig und können somit bei eingeschaltetem Netzwerkgerät ausgetauscht werden. Die betroffene Netzwerkverbindung wird dabei allerdings kurzzeitig unterbrochen.

SFP, SFP+ und SFP28: Die Unterschiede im Überblick

Die drei Modulvarianten unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer typischen Übertragungsgeschwindigkeit.

Modultyp Typische Geschwindigkeit Einsatzbereich
SFP 1 Gbit/s Klassische Netzwerkverbindungen
SFP+ 10 Gbit/s Server- und Switch-Uplinks
SFP28 25 Gbit/s Leistungsstarke Server- und Rechenzentrumsnetzwerke

Wichtig: Ein SFP+-Port kann je nach Netzwerkgerät auch 1-Gbit/s-SFP-Module unterstützen. Umgekehrt funktionieren 10-Gbit/s-SFP+-Module normalerweise nicht in reinen 1-Gbit/s-SFP-Ports. Entscheidend sind die Herstellerangaben und die unterstützten Portgeschwindigkeiten.

Welche SFP+-Module gibt es?

Je nach benötigter Reichweite und vorhandener Verkabelung kommen unterschiedliche Varianten zum Einsatz.

  • SFP+ SR (Short Range): Für Multimode-Glasfaser, beispielsweise bis zu 300 m mit OM3 oder 400 m mit OM4.
  • SFP+ LR (Long Range): Für Singlemode-Glasfaser und Entfernungen von typischerweise bis zu 10 km.
  • SFP+ ER (Extended Range): Für längere Singlemode-Verbindungen von typischerweise bis zu 40 km.
  • SFP+ RJ45: Ermöglicht 10-Gbit/s-Ethernet über geeignete Kupfer-Netzwerkkabel. Die Reichweite hängt vom Modul und der Verkabelung ab.

Sind alle SFP+-Module mit jedem Switch kompatibel?

Nein. Neben dem passenden Steckplatz müssen die Module vom jeweiligen Netzwerkgerät unterstützt werden. Einige Hersteller setzen bestimmte Freigaben oder kompatible Modulkennungen voraus.

Was ist der Unterschied zwischen SFP+ und einem DAC-Kabel?

Ein SFP+-Transceiver benötigt ein separates Glasfaser- oder Kupferkabel. Ein DAC-Kabel (Direct Attach Copper) besitzt dagegen fest integrierte Steckenden und eignet sich besonders für kurze Verbindungen zwischen Netzwerkgeräten, beispielsweise innerhalb eines Serverschranks.

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