Die General Services Administration (GSA) ist die zentrale Beschaffungsbehörde der US-Bundesregierung. Sie bündelt den Einkauf von Waren und Dienstleistungen und stellt diese über standardisierte Rahmenverträge – die sogenannten GSA Schedules (heute: Multiple Award Schedule, MAS) – anderen Bundesbehörden zur Verfügung. Jährlich werden so Beschaffungen in Milliardenhöhe abgewickelt.
Für Unternehmen ist der GSA-Schedule einer der wichtigsten Zugänge zum US-Behördenmarkt. Statt jede Ausschreibung einzeln zu durchlaufen, können gelistete Anbieter ihre Produkte und Dienstleistungen über einen vorverhandelten Vertrag direkt Behörden anbieten. Dabei werden Preise, Konditionen und Compliance-Anforderungen bereits im Vorfeld geprüft und festgelegt.
Ein wesentlicher Aspekt ist die hohe regulatorische Anforderung: Produkte und Leistungen auf einem GSA-Schedule-Vertrag müssen durchgängig TAA-konform sein, da der zugrunde liegende Vertragswert in der Regel oberhalb der relevanten Schwellenwerte liegt. Das bedeutet, dass sowohl Herkunft als auch Lieferkette der angebotenen Produkte den Anforderungen des Trade Agreements Act entsprechen müssen – unabhängig davon, wie klein eine einzelne Bestellung ist.
Die Aufnahme in einen GSA-Schedule ist entsprechend aufwendig. Unternehmen müssen umfangreiche Nachweise zu Preisgestaltung, Produktkatalogen, Herkunft und Compliance erbringen. Auch regelmäßige Prüfungen und Anpassungen während der Vertragslaufzeit sind üblich, insbesondere wenn sich Produkte, Lieferketten oder regulatorische Vorgaben ändern.